real Time leadership

IMpulsvortrag Carlo Rüber
Real-Time-Leadership    
Herzlich willkommen

zur Session

„Real-Time-Leadership“!

Die letzten drei Jahre haben uns als Führungskräfte vor völlig neue Herausforderungen gestellt.

  • Politischer Aktionismus
  • Geopolitische Unsicherheiten
  • Kurzfristige Trends uvm. bestimmen heute unseren Alltag.

Hinzu kommen interne Veränderungen und Aufgaben, 

die schnelles und vor allem zielgerichtetes Handeln erfordern.

NEIN!

Wir sind immer häufiger gefordert, in Echtzeit zu reagieren und dabei trotzdem souverän zu bleiben.

Und genau hier setzt Real-Time-Leadership an

KOMMEN SIE - sofort - IN IHRE FÜHRUNGSROLLE!

Was hat Die Entscheidungs-latenz 
damit zu tun?

Es geht darum, 

  • Veränderungen und Signale – wenn möglich – im Moment ihres Entstehens zu erkennen,
  • diese sofort in sinnvolle Handlungsfelder und Strategien zu übersetzen,
  • und ohne Zeitverlust in zielführende Handlungen zu überführen
  • ohne dabei den menschlichen Faktor aus dem Blick zu verlieren.

 

Die Entscheidungs‑Latenz wird somit

zwischen Signal und sichtbarer Aktion zur messbaren Führungs-Kennzahl!

Also wie schnell reagieren Sie? Und tun Sie – in dem Moment – das Richtige?

Die gute Nachricht

Reputation

Sie können tagtägliche Führungs-Chancen nutzen, um so die eigene Reputation und die IHrES Teams zu schärfen!

Positionieren sie sich!

Kennen Sie das Move-Model?

Wie können Sie als Führungskraft unter Druck strukturiert handeln?

Das MOVE-Model kann sie hier unterstützen

(MOVE-Model ist von David Noble und Carol Kauffman)

M – Mindfully Alert

Achtsam wahrnehmen, was wirklich passiert – bei sich, im Team und im Umfeld.

O – Options Generate

Bewusst mehrere Optionen entwickeln, statt reflexhaft zu reagieren.

V – Vetting Options

Die Optionen reflektieren: Was ist sinnvoll, wirksam, verantwortbar?

E – Execute 

Klar entscheiden – und direkt in die Umsetzung bringen.

Real-Time-Leadership

Lassen Sie uns in einer 10-minütigen Session 

Lösungsansätze zu folgenden Themen erarbeiten

Also wie gelingt es, Echtzeitentscheidungen zu treffen, ohne dabei in reinen Aktionismus zu verfallen?

Real Time Leadership - Frühwarnsystem

#1 Wie können Sie frühzeitig Signale erkennen?

Veränderungen, Trends und Impulse werden am besten in dem Moment erkannt, in dem sie entstehen. Aber wie könnte ein Frühwarnsystem aussehen?

  • Nicht nur offensichtliche Kennzahlen beachten, sondern auch subtile Veränderungen im Verhalten, in Prozessen oder in der Kommunikation erkennen.
  • Frühwarnsysteme sollten sowohl harte Daten (KPIs) als auch weiche Faktoren (Mitarbeiterfeedback, Markttrends) integrieren

Nur das Zusammenspiel liefert ein vollständiges Bild möglicher Risiken und Chancen.

Welche Kennzahlen könnten das sein?

  • Finanzkennzahlen:
    • Umsatz, Gewinn, Bruttomarge, Ergebnisrentabilität, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad.
  • Operative Kennzahlen:
    • Auslastung, Anzahl abgeschlossener Projekte, Projektmeilensteine, Durchlaufzeiten, Anzahl bearbeiteter Support-Tickets.
  • Vertriebs- und Marketing-Kennzahlen:
    • Anzahl qualifizierter Leads, Calls, die in Aufträge umgewandelt wurden, Website-Traffic, Social-Media-Engagement.
  • Kundenbezogene Kennzahlen:
    • Kundenzufriedenheit, Anzahl Beschwerden, Reklamationsquote, Kundenbindung.
  • Personalbezogene Kennzahlen:
    • Fluktuationsrate, Krankenstand, offene Stellen, Weiterbildungsquote, sinkende Motivation
  • Relevante Daten systematisch erfassen und mit modernen Tools (z.B. Dashboards) Trends und Abweichungen sichtbar machen.
  • Frühzeitige Analyse ermöglicht rechtzeitiges Gegensteuern.
  • Dashboards, Live-Daten (CRM, Vertrieb, Support, Social), automatisierte Alerts  Wie z.B. Ticket-Volumen pro Stunde → zur Echtzeitsteuerung im Kundenservice
    Kampagnen-Klickrate nach 2 Stunden → sofortige Anpassung
  • Offene Kommunikation und regelmäßige Feedbackschleifen im Team fördern, um auch informelle Warnzeichen zu erfassen.
  • Mitarbeiterbefragungen, Kundenfeedback und anonyme Hinweise können wertvolle Frühindikatoren liefern.
  • Was sagen andere Fachbereiche? Schmieden Sie strategische Allianzen mit anderen Führungskräften, seien Sie aber nicht unsicher!!!
Real Time Leadership - Einordnung

#2 Richtige Einordnung von Signalen

Neue Signale sollten direkt auf ihre Relevanz und Strategie hin eingeordnet werden.

Wie gelingt dies am besten?



Als Führungskraft sollten Sie die Information sofort in Handlungsfelder einordnen, um schnell zu reagieren

 
 

Haben Sie dabei auch immer Ihre vereinbarten Ziele vor Augen

(gesunder Egoismus).

 
 

Ggf. muss hier neu priorisiert werden.

 
 

Schulterblicke sind hier wichtig: denn läuft der Mitarbeitende 2 Tage los und hat das „Thema verfehlt“, verlieren Sie kostbare Zeit.
Aber Achtung: Kein Mikromanagement! Finden Sie eine gesunde Balance!

Real Time Leadership - Reibungslos & Agil

#3 Wie können Handlungsfelder ohne Reibungsverlust agil angegangen werden?

Es erfolgt eine unmittelbare Umsetzung in konkrete, zielführende Aktionen – ohne unnötige Verzögerungen.

 

…zunächst mögliche „Flaschenhälse“ (Legal, Budgetierung, IT-Ressourcen etc.)

Das bedeutet:

1. Entscheidungen treffen, auch wenn es unbekannte variablen gibt

2. Die „Mission“ klar kommunizieren

3. „Empowering“ -> Umsetzung ermöglichen
Was benötigt Ihr Team, um zu performen?

 
 

Gibt es wichtige Themen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit passieren, die schon mal „grob“ vorbereitet werden können?

Können „grobe“ Checklisten erstellt werden?

 

Und noch mal!

  • Entscheidungs-Latenz wird zur neuen Kennzahl der Führungsleistung. Sie werden u.a. an dieser gemessen!
  • Somit: Gute Real-Time Leader mobilisieren sofort passende Ressourcen, empowern Teams und schaffen Handlungssicherheit.
Real Time Leadership
wie werden hier am besten Entscheidungen getroffen?

#4 Menschen sind im Zentrum

Entscheidungen und Kommunikation erfolgen empathisch, transparent und motivierend​​.

 

Auch in dynamischen Zeiten darf die Beziehungsebene nicht verloren gehen

Folgende Kernthemen sind hier entscheidend und sind zentrale Führungsaufgaben:

  • Vertrauen
  • Empathie
  • Emotionale Stabilität

Führung in Echtzeit braucht ein hohes Maß an Kommunikationskompetenz und psychologischer Sicherheit im Team.

 

Entscheidungen müssen erklärt und getragen

 werden – sonst entsteht Orientierungslosigkeit oder Widerstand

 

Jeder Mitarbeitende tickt anders / hat andere Skills

> Erkennen Sie diese und setzen Sie Ihre Mitarbeitende dementsprechend ein.

  • Wie gehen MA mit Stress um?
  • Haben Ihre MA die richtigen Skills für das Thema / Projekt?

Wie hilft hier das Drama-Dreieck?

1. Heben Sie Ihr Team aus der „Opfer-Rolle“ in die „Gestalter-Rolle“ -> Lösungs- statt problemorientiert!
2. Erklären Sie, dass Sie oder die Situation NICHT der/die Schurkin sind, sondern der/ Herausforderer:inn
3. Versuchen Sie als Führungskraft nicht zu „retten“, sondern zu „coachen“, damit Ihr Team zukünftig eigenständig solche Situationen lösen kann -> So gewinnen Sie - zumindest beim nächsten mal - Zeit und Ihr Team ist nicht abhängig von Ihnen
Real-Time-Leadership - Fazit

#5was macht RealTime Leadership aus?

Welche Kernprinzipien fallen Ihnen ein? 

 

1. Selbstführung unter Druck

„Wenn ich unter Druck ruhig bleibe, kann ich klarer denken und authentischer führen.“

2. Bewusste Entscheidungsfindung in kritischen Momenten

„Ich nehme mir einen Moment zum Innehalten, bevor ich handle – auch wenn es schnell gehen muss.“

3. Klare Kommunikation in unsicheren Situationen

„Transparenz und konkrete Kommunikation schafft Vertrauen im Team.“

4. Präsenz und Wahrnehmung im Moment

„Ich bin bei meinen Mitarbeitenden präsent, bringe Ruhe, Fokus und somit Zielstrebigkeit ins Team.“                     (Achtung: Mikromanagement lähmt das Team)

5. Handlungsspielräume erkennen und nutzen

„Auch in engen Situationen gibt es Wahlmöglichkeiten. Ich suche aktiv nach ihnen.“

 

Checklisten

1. Checkliste:
Frühzeitiges Erkennen von Signalen

Ziel: Frühwarnzeichen erkennen, bevor sie zum Problem oder zur verpassten Chance werden.

  • Monitoring aktueller Trends im Markt, im Kundenverhalten und in der Technologie
  • Regelmäßige Auswertung von Kundenfeedback, Beschwerden und Supportdaten
  • Nutzung von Frühindikatoren wie steigende Rückfragen, Absprünge oder interne Verzögerungen
  • Offene Feedbackkultur im Team etablieren, um interne Signale nicht zu übersehen
  • Analyse von Social Media, Bewertungsportalen, Foren (digitale Signale)
  • Interne KPI-Dashboards nutzen und täglich prüfen
  • Abgleich mit strategischen Risiken: Gibt es sich häufende Anzeichen?

Mögliche KPIs: Kundenfeedback-Zeit, interne Eskalationen, Abweichungen von Standardprozessen

2. Checkliste:
Übersetzung in Strategie & Handlungsfelder

Ziel: Das Signal sinnvoll einordnen und mit übergeordneten Zielen verknüpfen.

  • Bewertung des Signals im Kontext der Unternehmensstrategie
  • Welche strategischen Ziele sind betroffen? (z. B. Kundenbindung, Innovationskraft, Effizienz)
  • Priorisierung der Relevanz: Dringlichkeit vs. Wirkungspotenzial
  • Klare Botschaften formulieren: „Warum ist das jetzt wichtig?“
  • Einbindung relevanter Stakeholder in die Bedeutung und Richtung der Reaktion
  • Storyline erarbeiten: Wie wird aus einem Signal eine motivierende Vision?

3. Checkliste: Handeln ohne Reibungsverlust

Ziel: Konsequente, schnelle Umsetzung – ohne die Menschen zu verlieren.

  • Wer übernimmt Verantwortung? Klare Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Was ist der erste Schritt – heute?
  • Frühzeitige Kommunikation: Warum handeln wir – und wohin?
  • Schnelle Ressourcenzuteilung: Können bestehende Mittel sofort aktiviert werden?
  • Lernschleifen einplanen: Was lernen wir aus dem ersten Schritt?
  • Unterstützung anbieten: Wer braucht Coaching, Infos oder Hilfe?
  • Messen der Umsetzung: Wie wird Erfolg sichtbar gemacht?
  • Nachhalten: Wer kontrolliert Fortschritt und Qualität?

Mögliche KPIs: Time-to-Action, Projektstart-Zeitpunkt, Kommunikationsreichweite, Engagementquote

Vielen Dank